Wimpel der Kameradschaft der Ehemaligen Fla 2

Kameradschaft der
Ehemaligen Fla 2


 Kurt Häußner
Udenhäuser Str. 2
34127 Kassel
Tel.: 0561/894708
kurthaeussner@fla2.de

Kameradschaft

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Die Brigade Flugabwehrbatterien 40, 50, 60



Die Fla Bttr 60

Das Offizier- / Unteroffizierkorps der Flugabwehrbatterie 60

Das Offizier- / Unteroffizierkorps der Flugabwehrbatterie 60

Personalie: Von unten nach oben – von links nach rechts:

Fw Reiß    HFw Daubner    Olt Hebecker    Hptm Grüters    Olt Höpfner    Fw Geisler    Fw Tolle
Schirr-      Bttr Fw             Bttr Offz           Bttr Chef           Bttr Offz        ZugFhr        ZugFhr
meister                            später Bttr Chef                         später Bttr Chef


U Seitz  U Jungblut  SU Hambloch  U Wölki    Fw Anders  SU Häußner   U Epp  SU Höhn  SU Schmidt
Fm Uffz  GeschFhr   ZugFhr           Geschütz  RefüFw       MatNachw     SanGr  -     Geschütz Fhr    -
                                                   Fhr                            Uffz

SU Peschko       SU Fröhlich       SU Jansen       U Weikert       U Maier
FmGrpFh           GeschZiUffz      MunGrpFw       GeschützUffz   GeschUffz

U Gragert       SU Borchers       SU Eichhorn       SU Hornbach       SU Nuss
GeschützFhr    GeschützFhr       VersUffz            GeschützFhr        GeschützFhr


Schon früh im Jahre 1959 mehrten sich Anzeichen, dass ein Gerücht stimmte, welches besagte, dass unsere 3. Batterie des Panzerflugabwehrartilleriebataillon 5, entsprechend einer neuen Heeresstruktur auf ihre Umgliederung zu einer „selbstständigen Fla Batterie“ vorbereitet werden sollte. Vermehrt wurden Zeitsoldaten vom Chef interviewt und auf Lehrgänge für „Mat-Nachweis-Uffz, San-Uffz, Mun-Uffz u.s.w. entsandt. Ab 01. Juni 1959 war es offiziell. Hptm. Grüters unterrichtete in einer Chefbesprechung seine Unteroffiziere, dass die Batterie am 01.09. d.J. „Fla Bttr 60“ wird, also als selbständige Batterie der Panzerbrigade 6 in Neustadt, Hessen, zugeteilt und dem Fla Btl 2, das von Unna nach Niederlahnstein verlegt wurde, truppendienstlich unterstellt wurde. Bis dahin blieben wir noch 3./FlaBtl 5 und in der „Augusta – Kaserne“ in Koblenz, Ortsteil Pfaffendorf stationiert. Engagiert machten sich alle Offiziere und Unteroffiziere unter der straffen Führung ihres Chefs an die Arbeit. Die personelle Aufstellung war von der Bataillonsführung im Zusammenwirken mit Hauptmann Grüters von langer Hand gezielt vorbereitet, so dass der Chef sich sein künftiges Unteroffiziercorps selbst heranbilden konnte und auf nur wenige Fremdzugänge angewiesen war, also mit Beginn der Umgliederung bereits über ein eingespieltes Team verfügen konnte. Viele der künftigen Funktionsträger hatten bereits ihre Spezialausbildungen, sowie die erforderlichen Laufbahnlehrgänge zum Umgliederungstermin abgeschlossen. Die Umrüstung von der Fla-Selbstfahrlafette, dem Halbkettenfahrzeug „M16“ mit Vierlingsgeschütz Maschinenkanone Cal 50 auf den amerikanischen Fla-Panzer „M 42“, mit 40 mm-L 60-Zwillingskanone, war abgeschlossen. Anfangs August 1959 fand in Neustadt (Hessen) beim Stab der Panzerbrigade 6 unter Leitung des Brigadekommandeurs eine Besprechung mit Hptm Grüters, dem Bttr Chef, Olt Höpfner, dem Bttr Offz und dem BttrFw, HFw Daubner statt. Am 1. September trat die personell stark aufgewachsene Batterie zu einer kurzen Feier vor dem Batterieblock an und wurde vom Kommandeur des Flugabwehrbataillon 5 aus dessen Verband verabschiedet.
Ab heute waren wir dem FlaBtl 2 in Niederlahnstein truppendienstlich unterstellt und der Panzerbrigade 6, Neustadt (Hessen) als FlaBttr 60 zugeteilt. Der Umzug der umgegliederten FlaBttr 60 in die Deines-Bruchmüller-Kaserne in Niederlahnstein, war nach Abschluss einiger Infrastrukturmaßnahmen geplant, der dann im Frühjahr 1960 erfolgte. Am 09. Juni 1960 verlegte die Batterie zusammen mit dem FlaBtl 2 auf den FlaSchießplatz Todendorf. Im Wettbewerb mit den Batterien des Bataillons mussten unsere Kanoniere erstmalig ihr Können im scharfen Schuss gegen Flugziele in Form eines Luftsackes, der an einem mehrere 100m langem Schleppseil von einer Maschine geschleppt wurde, unter Beweiß stellen. Am Ende standen sie im Vergleich im ersten Drittel der Leistungsskala. Nach Rückkehr aus Todendorf besuchten Offiziere des Brigadestabes mit ihren Fachunteroffizieren die Batterie, um sich einen Eindruck vom personellen und materiellen Zustand der Einheit zu informieren. Sie fanden eine intakte Einheit vor und sprachen ihr ihre Anerkennung aus. Im September1960 verlegte die Batterie im Verband der Panzer Brigade 6 auf den Truppenübungsplatz Baumholder in der Pfalz. Erstmalig mussten sich die Soldaten der Herausforderung stellen, neben Gefechtsschießen mit allen Handwaffen, auch Erdziele im scharfen Schuss mit ihrem M 42 zu bekämpfen, als auch bei einer groß angelegten Gefechtsübung der Brigade eingesetzt zu werden.

Den Luftfeind im Visier

Es erwies sich, dass die Brigadeführung eine etwas eigenwillige Vorstellung vom Einsatz einer FlaBttr im Gefecht hatte. Sie verheizte uns als Feuerwehr im Erdeinsatz, statt die Batterie zum Schutz ihrer Panzerkompanien einzusetzen. Der Batteriechef versuchte bei den Lagebesprechungen eine Änderung gemäß der gültigen Einsatzvorschriften herbei zu führen, was ihm erst gegen Ende der Übung gelang. Jetzt erfolgte auch der Einsatz von Luftfahrzeugen in Form der Do 27 der Heeresfliegerstaffel. Die Sache hatte ein Nachspiel. Über den Kommandeur FlaBtl 2, KorpsFlaKdr 3 und dem DivKdo erfolgte eine Klärung der Lage. Die FlaBttr 60 wurde nun bei der BrigGefÜbung auf dem TrÜbPlatz Münsingen ihrer Bestimmung gemäß eingesetzt. Mittlerweile wurde auch der zweiten Bttr-Offizier, Olt Hebecker zur Batterie versetzt, der auch ein glückliches Händchen in punkto Menschenführung zu haben schien.

Hptm Grüters forderte seine Soldaten nicht nur im Dienst, auch die dienstfreie Zeit gestaltete er sinnvoll. Noch als 3./PzFlaArtBtl5 gründete und baute er einen Batteriechor auf, der nicht nur bei Batterie- und Bataillonsfesten sein sängerisches Können unter Beweis stellte. Der Chor begeisterte auch keinen Geringeren, als den damaligen Bundesverteidigungsminister FJS, der anlässlich einer Barbarafeier in Koblenz bei der Fla mitfeierte. „Lützows wilde, verwegene Jagd“ begeisterte ihn so sehr, dass er uns spontan sein privates, gebrauchtes Klavier zu stiften versprach, welches Wochen später auch tatsächlich eintraf und die Chorarbeit wesentlich erleichterte.

Hptm Grüters mit seinem Batterie-Chor   Franz-Josef-Strauß bei Offizieren Fla 2 und 5 zu Gast
                                                                                                    
Letztmalig sang der Chor auf einem Brigadefest der Panzerbrigade 6 in Neustadt (Hessen) und wurde mit einem überwältigenden Applaus verabschiedet. Zum 1. Oktober 1961 wurde Hptm Paul Grüters zur HflaS nach Rendsburg versetzt. Es fand sich niemand, der willens und in der Lage war den Chor weiter zu führen. Damit war es leider mit der Sangesherrlichkeit aus. Leider.

Nachfolger von Hptm Grüters wurde Olt Höpfner, der jedoch knapp ein Jahr später durch Olt Norbert Hebecker abgelöst wurde. Seine Aufgabe war es, die Batterie wieder zu ihrem alten Leistungsstand zurück zu führen, denn die Batterie wurde in allen ihren Gliederungen künftig voll gefordert.

In „Dämmerungsbereitschaft“   Die M 48 der PzBrig 6 auf dem TrÜbPl Baumholder

An allen Übungen, Truppenübungsplatzaufenthalten und Manövern des FlaBtl2, des KorpsFlaKdr 3, der Panzerbrigade 6 und natürlich der 2.PzGrenDiv, war die Batterie dabei. Auch in eigener Regie führte sie Übungen und ÜbPl-aufenthalte durch, um den Ausbildungsstand weiter anzuheben. Dem Bttr Chef, jetzt Haptmann Hebecker, gelang es, seine Soldaten aller Dienstgrade zu hohem Einsatzwillen und hohem Ausbildungsstand zu motivieren, so dass wir wieder gute Arbeit leisten und dafür allseits Lob und Anerkennung ernteten. Auf allen Truppenübungsplätzen unseres Landes waren wir zu finden, ob Vogelsang, Munster Nord und Süd, Baumholder, Münsingen, Schwarzenborn, Sennelager, Putlos und natürlich Todendorf an der Ostsee sowieso. Schon am 2. September 1961 wurde die Batterie, zusammen mit dem FlaBtl 2 von Niederlahnstein nach Fritzlar in die dortige Georg-Friedrich-Kaserne, Hessen verlegt. Zusammen mit dem PzGrenBtl 53 und der Heeresfliegerstaffel 2 belegen wir diese große Kaserne. Durch ein gutes Einvernehmen mit der Heeresflieger-Staffel 2, ermöglichte es der Chef seinen Offizieren und Unteroffizieren der FlaZüge, im Rahmen einer Übung, den zu schützenden Einsatzraum mit der Do 27 von oben aus der Sicht des Luftfeindes beurteilen zu lernen.

Die StUffze Hornbach und Häußner gehen gleich in die Luft

Am 16. November 1962 war die Zeit der FlaBttr 60 abgelaufen. Sie wurde als solche aufgelöst und dem Fluabwehrbataillon 2 als 2. Batterie eingegliedert. Kameraden, für die es keine Planstellen mehr gab, wurden innerhalb des Bataillons versetzt. Hauptmann Hebecker führte die 2. Batterie weiter und hielt sie immer auf dem bestmöglichem Ausbildungsstand, bis Hauptmann Heinrich Fritzel, der die Tradition der gekonnten Menschenführung fortsetzte, die Batterie übernahm.

Kurt Häußner

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